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Großlandschaft Lahntal
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Agrarlandschaften
311.2 Südlimburger Beckenhügelland
Das Südlimburger Beckenhügelland liegt überwiegend in Hessen. Zu Rheinland-Pfalz gehört nur der westliche Randbereich mit dem Aartal. Zu diesem Landschaftsraum wird auch die Linter Platte gefasst, die den Übergang zur Limburger Lahntalweitung bildet.

Die Aar fließt hier in einem zwischen 40 und 70 m tiefen, breiten, muldenförmigen Sohlental der Lahn zu. Das Beckenhügelland wird westlich und südlich von den Randhöhen des Hintertaunus umgeben, die innerhalb des Landschaftsraums bis zu 300 m ü. NN reichen. An der Landesgrenze im Osten rahmen der Mensfelder Kopf (314 m ü.NN) und der Lykerberg (243 m u.NN) den Talraum ein. Die Seitenbäche der Aar bewirken eine quer zur Talrichtung verlaufende Wellung des Geländes.
Blick über das Ahrtal bei Niederneisen B. Ullrich
Das von fruchtbaren Lössböden bedeckte Hügelland ist nahezu waldfrei und wird vorherrschend ackerbaulich genutzt. Die Hänge des Aartals und die Dellen der Seitentäler sind nicht selten durch Heckenzüge und Gebüsche gegliedert. Teilweise sind Grünlandbänder entlang der Fließgewässer erhalten. Streuobst ist nur vereinzelt vorhanden, Magerwiesen zusammen mit Trockenrasen und Halbtrockenrasen sind nur kleinflächig an einigen steilen, z.T. felsigen Kanten (wie bei Oberneisen) und auf ehemaligem Abbaugelände zu finden. Die starke landwirtschaftliche Prägung der Gegend spiegelt sich auch in der Einflussnahme auf den Gewässerlauf der Aar und ihrer Nebenflüsse wider.

Das Umfeld von Hahnstetten ist deutlich durch Gesteinsabbau (Kalk, ehemals Kaolin) geprägt.

Die Entwicklung der Siedlungen erfolgte mit Ausnahme von Lohrheim und Birlenbach entlang der Aar. Bedingt durch die Nähe zu Limburg/Diez ist teilweise ein stärkeres Wachstum der Ortschaften, besonders in Hahnstätten, festzustellen. In der Flur zwischen Hahnstätten und Netzbach haben mehrere landwirtschaftliche Betriebe ausgesiedelt.

Kulturhistorisch sind das Schloss Hahnstätten und Ruine Aardeck bei Holzheim besonders bemerkenswert.
Burg Aardeck B. Ullrich