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Großlandschaft Lahntal
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Flusslandschaft - Mittelgebirge
311.13 Limburger Lahntalweitung
Die Limburger Talweitung liegt etwa zu einem Drittel in Rheinland-Pfalz, der größere Teil gehört zu Hessen. Sie ist gegenüber den umgebenden Terrassenplatten etwa 40 bis 50 m eingesenkt. Das Niveau der Sohle des Lahntals liegt bei 100 bis 110 m ü.NN. Markant ist die Aufweitung der Talsohle in der Diersteiner Aue östlich von Diez. Während die Talweitung nach Südosten sanft in die lössbedeckte Linter Platte (zu 311.2) übergeht, bildet im westlichen Teil der Massenkalk des Untergrundes steile Hänge. So erhebt sich auch die Stadt Diez auf einer bis 170 m ü.NN ragenden Kalkformation.

Landschaftsprägendes Gewässer ist die Lahn, die hier unter Ausbildung eines Talbogens bei Diez in ihren westlich anschließenden schluchtartigen Talabschnitt (Balduinsteiner Lahntal) eintritt. Der Lauf der Lahn ist trotz Ausbau für die Schifffahrt weitgehend unverändert leicht geschwungen. In Diez mündet die Aar in die Lahn.

Der Landschaftsraum ist dicht besiedelt. Das Städtepaar Limburg/Diez bildet einen deutlichen Siedlungsschwerpunkt, der auch auf die umgebenden Siedlungen wie Altendiez abstrahlt. Insgesamt nehmen Siedlung und Verkehr etwa die Hälfte der Fläche ein. Darüber hinaus wird am Geisberg südlich von Altendiez Kalk abgebaut.
Diersteiner Aue B. Ullrich
Dennoch blieb die Lahnaue einschließlich des großen Bereichs der Diersteiner Aue weitgehend von Bebauung frei und wird überwiegend ackerbaulich genutzt. Auch auf den fruchtbaren Lössterrassen außerhalb von Siedlung und Flussaue herrscht Ackernutzung vor.

Die Steilhänge und Hangschultern des Lahntals im Mäanderbogen bei Diez werden durch Grünland mit mageren Wiesen, Streuobst und Halbtrockenrasen geprägt, die in wesentlichen Teilen in Verbuschung begriffen sind.

Der Ostteil und Teile der Kuppe des Diezer Berges haben ihren landschaftlichen Charakter als Waldgebiet erhalten und prägen das Stadtbild maßgeblich mit. Die Diezer Altstadt mit Schloss Diez sowie Schloss Oranienstein setzen auf rheinland-pfälzischer Seite besondere Akzente.
Diez B. Ullrich