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Großlandschaft Lahntal
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Flusslandschaft - Mittelgebirge
310.1 Nassauer Lahntal
Beim Nassauer Lahntal handelt es sich um ein etwa 10 km langes, mit schroffen Flanken über 200 m tief ins Östliche Schiefergebirge eingeschnittenes Tal. Der Talzug ist mäßig gewunden mit einer Vielzahl von Prall- und Gleithängen. Die Talsohle ist etwa 300 m breit und erweitert sich bei Nassau, das auf einem flachen Schuttfächer liegt, auf etwa 700 m. Die umgebenden Hochflächen sind von zahlreichen, tief eingeschnittenen Seitentälern zerklüftet.
Lahntal bei Dausenau B. Ullrich
Der geschwungene Flusslauf der Lahn prägt das Landschaftsbild in hohem Maße. Infolge des Ausbaus zur Schifffahrtsstraße sind Flussauenwälder nur kleinflächig östlich von Nassau erhalten. Die Nebengewässer der Lahn sind überwiegend naturnah. Hervorzuheben ist der Gelbach mit intaktem Mündungsbereich.

Der Landschaftsraum ist überwiegend bewaldet. Es dominiert Laubwald. Niederwälder sind häufig und meist mit Trockenwäldern und Gesteinshaldenwäldern auf flachgründigen, steinigen Standorten verzahnt. In Teilen der Lahnaue und entlang der Seitenbäche begleiten schmale Wiesenbänder die Gewässer. Auch flachere Hanglagen werden teilweise als Grünland genutzt.
Lahn in Dausenau B. Ullrich
Zwischen Bad Ems und Nassau wurde früher auch Wein angebaut. Die Weinberge haben sich örtlich nach Nutzungsaufgabe zu Halbtrockenrasen entwickelt. Kleinere Weinberge sind noch bei Weinähr erhalten.

Im Landschaftsraum liegen der östliche Siedlungskern der Kurstadt Bad Ems und das kleinstädtisch geprägte Nassau sowie Dausenau, Obernhof und Weinähr als dörflich geprägte Orte. Hervorzuheben ist Dausenau wegen seiner gut erhaltenen Stadtummauerung. Von besonderem geschichtlichem Interesse sind die Burgen Nassau und Stein, das Schloss Langenau und das Kloster Arnstein. Zahlreiche Stollen zeugen von der Bedeutung des Erzabbaus in der Vergangenheit.