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Großlandschaft Taunus
Informationen zur Großlandschaft
Leitbild, Ziele, Maßnahmen
Waldreiche Mosaiklandschaft
304.6 Mittelrheintaunus
Der Mittelrheintaunus bildet den Westrand des Hintertaunus als Rumpfhochfläche mit breiten, welligen Riedelhöhen von ca. 350-450 m ü.NN.

Die zahlreichen Bäche sind überwiegend in naturnahem Zustand. Sie entwässern zum Rhein und entspringen in sanften Mulden. Ein Teil der Bäche hat im Unterlauf mit zunehmender Nähe zum Rhein markant eingetiefte Talkerben geformt, deren steile Hänge bewaldet sind und bereichsweise noch Niederwälder aufweisen.
Blick auf Becheln im waldreicheren Nordteil B. Ullrich
Der Norden des Mittelrheintaunus ist überwiegend bewaldet und besteht zu 70% aus Laubholz. Im Mittel- und Südteil wird der Wald von nach Süden größer werdenden Rodungsinseln durchsetzt und gegliedert und ist dort weitgehend auf die höheren Lagen sowie die Talhänge beschränkt. Hier entsteht bereichsweise der Eindruck einer weiträumigen Flur.

Das Offenland wird zu über drei Vierteln ackerbaulich genutzt. Grünland liegt vor allem in den Talursprungsmulden und in schmalen Bändern entlang der Bäche sowie teilweise in Waldrandbereichen vor. Der Anteil extensiver Nutzungsformen ist gering. Bei Dörscheid reichen die Mosaike der Trockenhänge des Mittelrheintals kleinräumig bis in den Landschaftsraum.
Oberwallmenach im offenlandgeprägten Südteil B. Ullrich
Der Landschaftsraum weist insgesamt eine geringe Siedlungsdichte auf. Auch wenn einzelne Orte wie Dachsenhausen und Weisel sich etwas stärker entwickelt haben, sind die Dörfer noch bäuerlich geprägt. An der Grenze zu den Unterlahnhöhen verläuft der Limes.